
Hammer, Herz und Heißkleber
Die erste eigene Wohnung ist wie ein Abenteuer: Manchmal schön, manchmal chaotisch – und gelegentlich tropft der Wasserhahn oder der Türgriff wackelt. Kein Grund zur Panik! Du musst kein Handwerksprofi sein, um kleine Dinge selbst zu reparieren. Ein bisschen Werkzeug, gesunder Menschenverstand und YouTube-Tutorials bringen dich schon ziemlich weit.
Werkzeuge: Deine Grundausstattung für den Alltag
Du brauchst keine komplette Werkbank – aber ein paar Basics sollten in deinem Haushalt auf keinen Fall fehlen:
- Hammer – für Nägel, Dübel, schnelle Lösungen
- Schraubenzieher (Kreuz & Schlitz) – absoluter Allrounder
- Inbusschlüssel – besonders bei IKEA-Möbeln ein Muss
- Zange – zum Greifen, Biegen oder Festhalten
- Maßband oder Zollstock – für alle „passt das?“‑Momente
- Wasserwaage – wenn Bilder nicht schief hängen sollen
- Akkuschrauber oder Bohrmaschine (optional) – nur wenn du regelmäßig bohren willst oder kannst
Tipp: Viele Baumärkte oder Nachbarschaftshilfen verleihen Werkzeuge, wenn du mal etwas brauchst, dass du nicht hast.

Was darf ich in einer Mietwohnung verändern?
Nicht alles, was du selbst machen kannst, darfst du auch einfach machen – vor allem nicht in einer Mietwohnung. Ein paar Grundregeln:
- Bohren und Dübeln ist in der Regel erlaubt – aber möglichst sparsam und am besten in Rücksprache mit dem Vermieter.
- Wände streichen? Ja – aber beim Auszug ggf. wieder in neutraler Farbe (meist weiß) überstreichen.
- Löcher schließen, kleinere Reparaturen? Ja, und oft sogar erwartet.
- Umbauten oder feste Installationen (z. B. Waschmaschinenanschluss, Sonnenschutz)? Lieber vorher schriftlich abklären!
Wenn du unsicher bist: Frag lieber einmal zu viel beim Vermietenden nach – das erspart dir später Ärger.
Kleine Reparaturen & Reinigung: Was hilft wirklich?
Es sind die kleinen Dinge, die im Alltag nerven – eine klemmende Schublade, quietschende Türen, verstopfter Abfluss. Hier ein paar Tricks und Tipps:
- WD-40 oder Silikonspray – Wunderwaffen gegen Quietschen
- Essig & Natron – ideal gegen Kalk, schlechte Gerüche im Abfluss, verklebte Oberflächen
- Heißkleber oder Sekundenkleber – für alles, was schnell halten muss
- Tesa Powerstrips – wenn du nichts bohren darfst, aber trotzdem etwas befestigen willst

Putzzeug: Deine Hausmittel-Grundausstattung
Damit dein Zuhause auch wohnlich bleibt:
- Allzweckreiniger – für Küche, Bad, Oberflächen
- WC-Reiniger + Bürste – obvious, aber wichtig
- Schwämme & Lappen – am besten mehrere, farblich getrennt nach Einsatzort
- Fensterreiniger oder Mikrofasertuch – für den Durchblick
- Besen, Wischer, Eimer – für Bodenpflege
- Müllbeutel, Gummihandschuhe, evtl. Staubsauger
Kurz gesagt: Du musst nicht alles allein können – aber du kannst viel selbst schaffen. Und jedes Mal, wenn du etwas reparierst, ohne Papa oder YouTube zu rufen, wirst du ein kleines bisschen mehr zum Alltagsprofi.
